Urlaub auf der Insel Hiddensee

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Montag Mai 21st 2012

Urlaub auf der Insel Hiddensee

Urlaub auf Hiddensee
Hiddensee ist die kleinere Schwester von Rügen und bei Urlaubern sehr beliebt. Die Insel trägt auch die liebevollen Beinamen „Capri des Nordens“ oder Dat söte Länneken, das süße Ländchen und ist in vielerlei Hinsicht reizvoll. Die Ostseeinsel hat eine einzigartige Natur, wo es üppige Heidelandschaften, hügelige Dornbüsche und eine vollkommen naturbelassene Flora und Fauna. Dies ist den Einheimischen zu verdanken, denn die Insel hat fast keinen Autoverkehr.

Die Schönheit der Natur und die Ruhe und Erholung die der Besucher hier finden kann, zog auch Künstler und Dichter in ihren Bann. In der Vergangenheit war die Ostseeinsel Hiddensee eine Künstlerkolonie und Feriendomizil. Viele Künstler sichten auf der Insel vor allem Ruhe und Inspirationen für ihre Arbeiten. Dies waren beispielsweise Gerhard Hauptmann, Elisabeth Büchsel, Oskar Kruse, Asta Nielsen und Henni Lehmann.

Auf der Insel, die an manchen Stellen nur 300 Meter breit ist, leben rund 1.300 Einwohner. Diese leben in den vier Orten Neuendorf, Vitte, Grieben und Kloster.

Im Jahr 1990 wurde die Insel Hiddensee zu einem großen Teil, mit Ausnahme der Ortschaften, zum Nationalpark Boddenlandschaft erklärt. Die Fläche des Nationalparks beträgt insgesamt 805 Quadratkilometer und ist damit der größte Nationalpark Ostdeutschlands. Dieser Park erstreckt sich nicht nur über Hiddensee, sondern darüber hinaus auch über die Halbinseln Zingst, Darß und über die Westküste Rügens. Vor allem Zug- und Brutvögel haben hier ein Zuhause gefunden.

Einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf der Insel ist die Blaue Scheune. Die Malerin Henni Lehmann gab damals der Blauen Scheune ihren Anstrich und bekam so ihren Namen. In den 1920er Jahren wurde die Scheune regelmäßig für Ausstellungen des Hiddensoer Künstlerinnnenbundes genutzt. Seit dem Jahr 1954 gehört die Scheune dem Maler Günter Fink, der Hier wohnt und arbeitet. So können heutzutage Besucher in dem Ausstellungsraum die Meisterwerke des Malers bewundern.
Der Gellen Leuchtturm wurde im Jahr 1905 erbaut, dessen Turm eine Höhe von 12,3 Meter hat. Eine Wanderung zu diesem Ort wird mit einem wunderschönen Ausblick belohnt.
Die Lietzenburg ließ sich der Maler Oskar Kruse erbauen. Das Backsteingebäude wurde im Stil eines englischen Landhauses gebaut, wo viele berühmte Gäste Einzug hielten. Als die Burg später der Schwägerin des Malers gehörte, kamen Persönlichkeiten wie Thomas Mann oder Gerhard Hauptmann.
Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Inselkirche Kloster gebaut. Die Mönche des Zisterzienserklosters weihten die Kirche im Jahr 1332 ein und war von dem Zeitpunkt an das offizielle Gotteshaus der Insel. Heutzutage wird das Gebäude nicht nur als Kirche, sondern auch aus Austragungsort für Vorträge, Lesungen und Konzerte genutzt.
Die Insel Hiddensee bietet für Sie zu allen Jahreszeiten ein umfangreiches Programm. Der Urlauber kann an einer der naturkundlichen und geschichtlichen Inselführungen teilnehmen, wobei er die Inselruhe spürt. Darüber hinaus kann der Besucher alle Sehenswürdigkeiten bequem mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden.

Die Insel Hiddensee, sowie der Küstenraum Deutschlands ist vom Klimatyp dem kühlen Westküstenklima zuzuordnen. Das ganze Jahr über gibt es Niederschläge, was an dem stark maritimen Einfluss des Westwindgürtels liegt. Die Einheimischen behaupten, dass sie durchaus mehr Sonnenstunden haben, als das Festland.
In den Sommermonaten kann es durchaus schon mal heiß werden, aber es weht immer ein leichter, frischer Wind. In dem Monaten Januar und Februar ist es am kältesten, wobei die Insel zu dieser zeit keinesfalls ihren Reiz verliert. Die Ostsee friert heutzutage kaum noch zu. Sollte dies doch mal passieren, ist dies ein atemberaubender Anblick.